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Abmagern im Kleingarten

Hallo,

ich habe eine Frage zur Gestaltung von abgemagerten Flächen.

Mein Hortus befindet sich in einer Kleingartenanlage. Der Boden ist reich mit Leben bestückt. Frau steckt den Spaten in die Erde und meist schauen einen die Regenwürmer und co an. Auf der Wiese habe ich in der letzten Zeit alles was Humus bilden könnte weggeräumt, damit diese abmagert. Doch da dauert es ja Jahre.

So ist es eher ein schwerer Boden. Nach einer Spatentiefe wird er lehmhaltiger.

Gern würde ich auch Sand, Kies ... aufbringen, um ein Sandarium und einen Steingarten anzulegen. Kann ich das in einer Gartenanlage machen? Das Material wäre dann ja im Boden.

Warum willst du unbedingt so guten Boden abmagern? Es gibt reichlich heimische Wildstauden , die nicht unbedingt mager stehen müssen. Da das eine Kleingartenanlage ist und der Grund dir nicht gehört , würde ich mich mit den Gegebenheiten abfinden. Was du machen kannst ist den Boden zu Kalken , ein hoher PH Wert , das ist der Säuregrad im Boden führt auch dazu , dass zB. weniger Gras und mehr Stauden wachsen.

Hallo Frank,

danke für deine Antwort.
Ich finde halt Elemente, wie Sandarium und Steingarten interessant. Meine nächsten Ziele sind erst einmal kleine Trockenmauern und Elemente, die ein wenig den Blick brechen bzw. lenken.

Trockenmauern find ich sehen gut aus, können Lebensräume bilden. Vielleicht reichen sie mir dann schon als Steingarten. Sinn machen sie bei mir auch wegen der leichten Hanglage.

Ich mag es sowieso eher spontan, als einen festen Plan zu machen. Ich denke beim tuen, kommen die besten Ideen.

Ein kleines Sandarium, so wie ich das hier vorgestellt habe, kannst Du sicher bauen. Das könnte man bei Gartenaufgabe ja notfalls auch relativ leicht zurückbauen. Wie es geht, wird bei wildbee.ch sehr kompetent dargestellt, im Shop bei denen kann man sich dieser Tage das Merkblatt über erdnistende Wildbienen kostenlos ausdrucken (runterladen und speichern funktioniert wohl nicht mehr - der Verein löst sich auf.)

Wenn Interesse vorhanden, bitte schnell noch ausdrucken, es gibt nichts Vergleichbares im Internet zu dem Thema! Es sind viele Seiten, aber es lohnt sich.

Unsere Hotspotzone ist auch aktuell nicht mager. Dafür liegen da zuviele Grassonden herum, aber es blüht, summt, kreucht und fleucht. Ich achte aber darauf, dass sich nicht zu viele Samen ausbreiten (und schon gar nicht zum Nachbarn) und die Pflanzen, wenn sie verblüht sind, in der Ertragszone landen. Ich bin ein Fan von selbständigen Pflanzen und die sind auch oft Indikatorpflanzen.
Aktuell sind wir auf dem Status: Leckerer Schrebergarten mit etwas Platz zum Ausbreiten.

Ich habe gerade schlechte Nächte hinter mir, weil ich von etlichen Seiten erfahren habe, dass einigen Kleingärtnern (ein Hortus ist dabei) gekündigt wurde, weil die Vorstände die "Wildnis" nicht dulden. Ich habe 2017 meinen Fachberater gemacht und somit etwas "Kompetenzschutz). Wir hatten bisher 2 Vorstände, über die ich aber absolut nicht meckern konnte/kann.

Aber man kann seinen Garten schneller verlieren als man Piep sagen kann und deshalb muss man immer einen Mittelweg gehen, der für alle vertretbar ist. Deshalb: Mach langsam!

Zitat von Kerstin Dähne am 18. November 2020, 18:40 Uhr

Hallo,

ich habe eine Frage zur Gestaltung von abgemagerten Flächen.

Mein Hortus befindet sich in einer Kleingartenanlage. Der Boden ist reich mit Leben bestückt. Frau steckt den Spaten in die Erde und meist schauen einen die Regenwürmer und co an. Auf der Wiese habe ich in der letzten Zeit alles was Humus bilden könnte weggeräumt, damit diese abmagert. Doch da dauert es ja Jahre.

So ist es eher ein schwerer Boden. Nach einer Spatentiefe wird er lehmhaltiger.

Gern würde ich auch Sand, Kies ... aufbringen, um ein Sandarium und einen Steingarten anzulegen. Kann ich das in einer Gartenanlage machen? Das Material wäre dann ja im Boden.

Hallöchen zusammen!

Wir haben es umgesetzt und es ist legal!

Kukkst Du:

 

Hallöchen zusammen!

 

Wir haben es geschafft!

Wir sind offiziell zugelassen und haben richtig gehandelt, wir sind anerkannte Sandarienerbauer.

Wir umarmen die ganze Welt und tanzen um unsere Laba-Stein-Pyramide herum, es geht voran!

 

Liebe Grüße Joachim

 

Wir haben unseren Kleingarten in NRW und gehören zum Landesverband Rheinland.

 

Ich habe gestern aus Frust mal beim Stadtverband Duisburg gestöbert. Die haben die Schaffung von Lebensräumen auch eindeutig auf ihrer Seite als Tipp stehen. Ist natürlich eine uralt Geschichte, die man nicht mal ordentlich verlinken kann (ist ein PDF von 2010).

Verboten kann sowas ja gar nicht sein! Wir haben das in der Fachberater- Ausbildung (kann ich übrigens jeden nur zu raten) doch auch so gelernt und trotzdem wird rumgemosert. Wenn man nach Fachberatung sucht (ich bin nämlich angefragt worden) sind da nur Uraltseminare von 2010 aufgeführt. Ich weiß nicht, aber ich glaube wir Hortussen und Hortusser sollten unbedingt mehr machen. Ob das über den Verbans sein muss....eigentlich lieber nicht (die sind so steif und starr wie Bienenstelen). Nur wie und was macht man?!

Mittelweg und Dipolmatie dürfen wir aber auch nicht außen vor lassen. Alles schwierig......

Ich hatte vor einiger Zeit zu dem Thema "Vorträge halten" schon mal einen Thread eröffnet, wo wir z.B. Themen sammeln könnten. Wir hatten schon öfters Nachfragen, ob es Hilfestellung vom Netzwerk gibt, sich auf Vorträge vorzubereiten.

Dazu muss man sich natürlich selbst belesen im Netzwerk und hilfreich dazu sind die Videos und Vorträge von Markus im Netz und YouTube.

Seminare halten ist eine tolle Sache, für diejenigen , die Spaß daran haben. Da kann man sich z.B. beim jeweiligen Landratsamt melden und sich erkundigen, die suchen meist händeringend nach Leuten, die Vorträge und Seminare halten möchten.

Auch in den OGV' s und den Imkervereinen wird immer wieder nach Leuten gesucht, die Vorträge halten.

Ist jetzt zur Corona-Zeit natürlich schwieriger geworden, aber das birgt auch Zeit, die Themen für Vorträge oder Seminare auszuarbeiten für die Zeit nach Corona.

 

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ok, danke für den Tipp! Ich möchte eigentlich auch gar keine Hortus-Seminare geben, das traue ich mir nicht zu. Aber Tipps fürs naturnahe Gärtnern würde uns schon helfen und wer dann noch den Elan verspührt, soll hier nachlesen. Ich brauche nur erst irgendeine Intitialzündung wie ich das angehe....

Wir müssen in den Kleingärten noch die Drittelregelung umsetzen, deshalb ist manche gar nicht so einfach. Nachbarin (Schrebergärtnerin seit über 40 Jahren) meinte letztens das sie hofft, dass wir keinen Ärger vom Verband kriegen, weil wir zu viel Gemüse und Nutzgarten haben. Das fand ich echt drollig...das ist nämlich nicht das Problem. Die beiden wurden nämlich abgemahnt, weil sie zu viel Rasen haben. Ich habe schon öfters angeboten den abzutragen und da "einfach" eine Wildblumenwiese zu machen damit sie die Auflagen erfüllen, aber das entspricht einfach nicht ihrem Ordnungssinn (hat sie haargenau so gesagt). Die sind beide an die 80 und dürfen das! Sie fragen schon hin und wieder mal nach den Namen von unseren Pflanzen im Garten und ich passe auf, dass nichts zu denen rübersamt. Der Mohn hat mich irgendwie ausgetrickst, aber den mache ich noch kalt bevor die beiden im Frühjahr wieder in den Garten kommen. So ist es eben wenn man Nachbarn hat!

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