Bäume

Die Wächter der Zeit!

Meine Stieleiche!

Je älter ein Baum ist, desto ökologisch wertvoller stellt er sich dar. Alleine die Multiplikation der belebbaren Oberfläche durch Blätter, Äste und Stamm ist gewaltig. Die zur Verfügung gestellte Nahrung durch Blätter, Rinde, Blüten, Früchte und Samen ist immens. Hier wimmelt es nur so von Leben, vom Wurzelbereich bis hinauf in die Krone. Deswegen besitzt der Erhalt alter Bäume höchste Priorität. Auch Totholzanteile sollten geduldet und nicht entfernt werden.

Einen alten Baum zu fällen und ihn durch 10 junge zu ersetzen ist gegenüber der Natur kein ehrlicher Vergleich. Jahrzehnte müssen vergehen um die gleiche Wertigkeit zu erzielen. Grundsätzlich sollte Laubbäumen gegenüber Nadelbäumen schon allein wegen ihrer Blüten und Früchte der Vorzug gegeben werden.

Eine alte Ringlo!

Wer den Platz hat sollte sich bei der Neupflanzung eines Baumes für folgende Arten in Reihe der ökologischen Wertigkeit entscheiden:

  • alle Apfelsorten
  • alle Birnensorten
  • alle Zwetschgensorten
  • alle Kirschsorten
  • Stieleiche (Quercus robur)
  • Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Hängebirke (Betula pendula)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Winterlinde (Tilia cordata)

Vorsicht bei Nadelbäumen!

Eine eingepflanzte kleine Blaufichte oder Libannonzeder kann innerhalb von 10 Jahren schon eine gewaltige Erscheinung werden, verschattet dann grosse Bereiche und ist nur mit viel finanziellen Aufwand wieder zu entfernen. In vielen Gärten kann man diese Entgleisung der Größe eindrucksvoll studieren, der ökologische Sinn dieser Riesen ist  sehr gering.

Echte Zwergsorten sind teuer und nur selten zu bekommen! Sprechen Sie mich bei Interesse darauf an.

Wenn Sie große Bäume ummachen müssen, vorwiegend Nadelbäume, lagern Sie die Stämme direkt auf ihrem Grundstück als sich entwickelndes Totholz.


Autor:
Markus Gastl
Hortus-Insectorum.de

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