Gartenelemente

DREI ZONEN GARTEN!

Über diesem Thema möchte ich auf mein Buch verweisen.
Auf der Homepage kann ich dies natürlich nur kurz anreißen.

Steingärten

Kein Lebensraum ist den Schmetterlingen und Wildbienen so nützlich wie ausgedehnte Steingartenflächen. Hier entsteht durch die vielen Steintürme ein Mikroklima, es wachsen die beliebtesten Nektar- und Futterpflanzen. Vielfalt und Schönheit sind hier die regierende Kraft und alle Bewohner sind speziell auf den trockenen Standort angepasst.

 

Einheimische Hecke

Die 4 Jahreszeiten sind nirgends so eindrücklich wie in einer Hecke. Farben und Volumen erfahren einen dynamischen Wandel. Auf kurzen Distanzen ändert sich die Sonneneinstrahlung und mit ihr die Temperatur, Tiere finden immer den optimalen Aufenthaltsbereich. Die vertikale Dimension vergrößert die Fläche und die Menge an nutzbaren Blättern, Blüten und Früchten ungemein. Bleibt das Gras als Hochstand stehen, kann man mit vielen Heuschrecken und Schmetterlingen rechnen. Eine Vielzahl von Verstecken bieten Nützlingen (wie Igel und Spitzmaus) und Lurchen (wie Kröten und Molche) sichere Aufenthaltsbereiche.

 

Gartenteich

Wasser ermöglicht vielen Tieren und Pflanzen erst die Existenz im Garten. Jedoch soll der Teich oder Tümpel frei von Fischen sein, denn Fische fressen alle Insekten. Die Insekten, ganz besonders der Wasserfloh, reinigen das Wasser und machen so eine chemische sommerliche Behandlung des Teiches überflüssig.

Wasserpflanzen wachsen ohne Chemie besser und bieten die Grundlage für eine unglaublich spannende Welt an diesem Hot Spot des Lebens. Und ein Laubfrosch im Garten ist so oder so die Krönung aller aquatischen Lebensformen, auch wenn er die meiste Zeit hoch oben in den Sträuchern und Bäumen verbringt.

Totholz

Kein verstorbenes Material steckt so voller Leben wie Totholz, unzählige Käferlarven machen die grobe Zersetzungsarbeit. Die entstehenden Löcher werden von Wildbienen und seltenen Wespen als Brutraum genutzt. Pilze zehren die letzten Reste an Energie, die in den alten Stämme stecken. Unter dem Totholz entstehen natürliche Höhlungen und trockene Bereiche, idealle Orte für Spinnen und andere heimliche Jäger, die unzählige Genialtiere vertilgen ohne das man irgendwas dafür tun müsste.

 

Totholz in der Sonne ist mehr für Wildbienen,

Totholz im Schatten mehr für Käfer gedacht!

Blumenwiesen

Als Inbegriff der blühenden Landschaft ist die bunte, mehrjährige und stabile Blumenwiese das Meisterstück des Naturgärtners. Abmagerung, richtiges Mähmanagement, das angepasste Samengut und mindestens 2 Jahre Zeit sind die Voraussetzungen für die Wiederauferstehung eines der eindrucksvollsten Biotope unserer Heimat. Überdüngung, Entwässerung und häufige Mahd haben nicht nur die Blumen verschwinden lassen, sondern mit ihnen auch  Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer, Spinnen und andere lebende Kostbarkeiten.

Wilde Ecken

Die meisten Tiere brauchen mindestens in einem Abschnitt ihres Lebens Rückzugsmöglichkeiten, die vom Menschen total unbeeinflusst sind. Ein Igel kann sein Nest nur in einem Haufen Laub bauen, der auch liegen bleiben darf. Raupen des Tagpfauenauges fressen von Brennesseln und seltene Wildbienen nisten in Sandflächen. Die Wilden Ecken sind nicht Zeichen von Unordentlichkeit, sondern das gezielte Schaffen von vermeintlichen Chaos. Sie sind somit der deutliche Hinweis darauf, das der Gärtner die Vernetzung des Lebens begriffen hat und bereit ist, diese in seinen Garten mit zu integrieren.

Nisthilfen für Wildbienen

Dazu gibt es eine eigene umfangreiche Seite, mehr dazu auf Wildbienen und Wildbienenschutz

 

Autor:
Markus Gastl
Hortus-Insectorum.de

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