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Macropis europaea

Auen-Schenkelbiene – Macropis europaea

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  • Beitrag veröffentlicht:14. März 2022
  • Beitrags-Kategorie:Tiere
Macropis europaea

 

Die Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea) ist eine Vertreterin der Familie der Melittidae. Die Art wurde 2020 zur Wildbiene des Jahres gekürt.

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa bis Süd-Schweden und Süd-Finnland. In Deutschland erreicht sie die 1000 m Höhenmarke. Der Lebensraum ist an die Trachtpflanze gebunden. Die strenge Spezialisierung auf Punktierten Gilbweiderich und Gewöhnlichen Gilbweiderich lässt sich an feuchten Standorten, wie Waldrändern, Niedermooren, Hochwasserdämmen, Flussauen, Parks und Gärten beobachten. Sie legt ihre Nester solitär an Böschungen oder ebenen Flächen unter Moos oder Gras in allen möglichen Substraten an. Den gut “versteckten” Nesteingang verrät nur ein kleiner Grabhügel. Der ca. 8cm lange Hauptgang führt nur wenige Zentimeter tief zu den unter der Oberfläche liegenden Nest. Dort kann er sich in bis zu vier horizontale Nebengängen verzweigen, an deren Enden meist zwei Brutzellen entstehen. Diese werden mit dem gesammelten Öl verkleidet, um vor Feuchtigkeit bzw. Austrocknung zu schützen.

Das Öl wird auch genutzt um das Larvenbrot herzustellen, indem es mit Gilbweiderich-Pollen vermischt wird. Die Auen-Schenkelbienen wird von der Schmuckbiene Epeoloides coecutiens parasitiert.

Gewöhnliche Gilbweiderich – Lysimachia vulgaris

Die Bienen haben eine Körperlänge von 8 bis 9 Millimetern (Weibchen) bzw. 8 Millimeter (Männchen). Die Weibchen sind schwarz. Am Kopf, dem Thorax sind sie locker gelbbraun, auf dem Mesonotum schwärzlich behaart. Die ersten beiden Tergite sind unbehaart und glänzen, das dritte und vierte Tergit trägt weiße Haarbinden, von denen die erste in der Mitte unterbrochen ist. Die Endfranse ist mittig schwarz, an den Seiten weiß. Die Schienenbürste ist weiß. Die Fersenglieder sind innen und außen schwarz.
Die Männchen haben einen schwarzen Körper, ihr Gesicht ist gelb gezeichnet. Der Kopf und Thorax ist gelbgrau behaart. Das dritte Tergit hat am Ende an den Seiten weißliche Haarflecken, das vierte und fünfte Tergit trägt Binden. Die Schenkel und Schienen der Hinterbeine sind stark verdickt, deshalb wird die Art auch als Schenkelbienen bezeichnet.

Punktierte Gilbweiderich – Lysimachia punctata

Die männlichen Tiere fliegen von Juni bis August, die weiblichen von Juli bis September. Zur Eigenenergieversorgung fliegen Schenkelbienen verschiedene Nektarquellen an.

Die Art gilt als ungefährdet.

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